Als Meister der 3. Liga ist der VfL Osnabrück zurück im Bundesliga-Unterhaus. Mit einer defensivstarken Mannschaft, einem erfahrenen Trainer und einigen personellen Veränderungen wollen die Lila-Weißen nun auch in der 2. Bundesliga bestehen.
Mit dem VfL Osnabrück kehrt ein traditionsreicher Club zurück in die 2. Bundesliga. Die Lila-Weißen machten den Aufstieg bereits vor dem Saisonende perfekt und krönten eine starke Spielzeit 2025/26 mit dem Meistertitel in der 3. Liga. Nach schwierigen Jahren und dem nur knapp geschafften Klassenerhalt in der Vorsaison ist die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus die Belohnung für eine beeindruckende Entwicklung.
Verantwortlich für den sportlichen Aufschwung ist Cheftrainer Timo Schultz. Der 48-Jährige, der unter anderem beim FC St. Pauli und dem 1. FC Köln an der Seitenlinie stand, ist seit der vergangenen Saison beim VfL Osnabrück tätig. Unter seiner Leitung präsentiert sich Osnabrück vor allem als defensiv stabile Mannschaft. Mit nur 34 Gegentoren ließen die Lila-Weißen die wenigsten Gegentreffer der gesamten Liga zu. Zudem blieb der VfL als einzige Mannschaft der 3. Liga ohne verursachten Strafstoß.
Gut gerüstet für die 2. Bundesliga?
Auch die Sommervorbereitung verlief mit Blick auf den Saisonstart intensiv. Nach dem Trainingsauftakt Ende Juni absolvierte der VfL ein Trainingslager in Österreich sowie mehrere Testspiele, um sich an das höhere Niveau der 2. Bundesliga heranzuarbeiten.
Im Kader gab es mit neun Neuzugängen und zwölf Abgängen gleich mehrere Wechsel, mit denen die Verantwortlichen zusätzliche Qualität und Breite für die neue Spielklasse schaffen wollen. Außerdem beendeten Mittelfeldspieler Robert Tesche und Rechtsverteidiger Bashkim Ajdini ihre Karriere. Zu den Schlüsselspielern zählt unter anderem Kapitän Jannik Müller, der die Defensive organisiert und mit 3.326 Einsatzminuten in der vergangenen Saison zu den ligaweiten Dauerbrennern gehörte. Der zweikampfstärkste VfL-Akteur war Robin Fabinski. 65,1% seiner Duelle entschied er für sich. Zu den weiteren wichtigen Stammspielern zählen Niklas Wiemann und Bjarke Jacobsen.