Nach unseren beiden Sonntagsspielen gegen den FC Augsburg und den VfB Stuttgart ist unser 1. FC Heidenheim 1846 in dieser Woche wieder zur Bundesliga-Primetime am Samstag, den 28. Februar, um 15:30 Uhr gegen den SV Werder Bremen gefordert. Nach einem Fehlstart in die Bundesliga-Saison 2025/26 kämpften sich die Grün-Weißen eindrucksvoll zurück, nur um anschließend erneut in eine sportliche Krise zu rutschen. Vor dem Duell mit dem FCH stehen die Norddeutschen unter Druck und sorgen nebenbei für eine kuriose Trainer-Statistik.
Der SV Werder Bremen erwischte mit der 1:4-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt einen denkbar schlechten Start in die Bundesliga-Saison 2025/26 und fand sich nach dem ersten Spieltag auf Rang 17 wieder. In den darauffolgenden Wochen zeigte die Mannschaft aus dem Norden jedoch eine deutliche Leistungssteigerung: Nach zehn Spieltagen hatten die Bremer in sieben Partien gepunktet und dabei vier Siege eingefahren. Ein zwischenzeitlicher Aufschwung, der Mut machte. Nach dem 2:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg folgte jedoch die Wende. Seit der Partie im November gewann die Mannschaft aus Bremen kein einziges Spiel mehr. Auch der vergangene Spieltag stellte eine große Enttäuschung für die Werderaner dar: Nach der 2:1-Niederlage im Duell gegen den direkten Tabellennachbarn FC St. Pauli und rutschen somit auf Rang 17 der Tabelle, mit fünf Punkten Abstand zu unserem FCH.
Trainer-Schreck Werder Bremen
Abseits der angespannten Tabellensituation sorgte der SV Werder Bremen in dieser Saison vor allem mit einer bemerkenswerten Besonderheit für Schlagzeilen: Gleich vier Bundesliga-Trainer verloren nach ihren Begegnungen mit den Grün-Weißen ihren Posten. Eine Serie, die den Bremern den Ruf als wahrer „Trainer-Schreck“ eingebracht hat. Begonnen hat es bereits am 2. Spieltag mit dem 3:3-Remis zwischen dem Team von der Weser und Bayer 04 Leverkusen. Infolgedessen musste Erik ten Haag bereits unmittelbar nach Beginn der Saison gehen. Nur zwei Wochen später folgte das Aus für Gerardo Seoane, nachdem Borussia Mönchengladbach 0:4 gegen die Werderaner verlor. Nach einer 1:2-Niederlage des VfL Wolfsburg gegen Bremen, musste Paul Simonis das Handtuch schmeißen. Im Januar folgte nach dem 3:3-Unentschieden die Entlassung von Frankfurts Cheftrainer Dino Toppmöller. Somit steht Werder Bremen indirekt bei jeder zweiten Trainerentlassung der laufenden Saison im Zusammenhang. Anfang des Monats geriet dann jedoch der Verein selbst ins Zentrum des Geschehens: Horst Steffen, der vor Saisonbeginn von der SV Elversberg an die Weser gewechselt war, wurde am 1. Februar von seinem Amt freigestellt. Auf ihn folgte Daniel Thioune, der noch bis Oktober 2025 an der Seitenlinie von Fortuna Düsseldorf stand. Auch beim Hamburger SV und beim VfL Wolfsburg war der 51-Jährige in der Vergangenheit schon als Cheftrainer beschäftigt.