„Richtig enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben…“

Profis
17.10.2026

Nach der 1:3-Niederlage am 8. Spieltag der Zweitliga-Saison 2026/27 auswärts beim VfL Wolfsburg haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt sowie unseren FCH Profis Patrick Mainka, Jonas Föhrenbach und Alessandro Vogt für Euch eingefangen.

Frank Schmidt:

„Es ist eine große Enttäuschung für uns, heute mit 3:1 verloren zu haben. Das wäre nicht nötig gewesen, vor allem wenn man die ersten 60 Minuten betrachtet. Bezeichnend dafür ist so ein bisschen die erste Spielminute. Wir haben eine Chance, um in Führung zu gehen, und 20 Sekunden später nutzt Wolfsburg den Raum und geht selbst in Führung. Danach haben wir ein bisschen gebraucht, um uns zu sortieren, und Wolfsburg war am Drücker. Anschließend haben wir uns eigentlich im Fünfminutentakt gesteigert. Unser Ausgleich kam fast schon zu spät. Vor allem hätten wir, angesichts der Fülle und der Klarheit unserer Chancen, selbst in Führung gehen müssen. Ähnlich wie beim Auswärtsspiel in Bielefeld haben wir zu viel liegen lassen und zu viele, auch gute Möglichkeiten nicht genutzt. Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, liegst du tatsächlich noch zurück, weil der VfL vor der Halbzeit noch zwei gute Möglichkeiten hat. Das Gleiche war es wieder in der zweiten Halbzeit: Alessandro Vogt und Mikkel Kaufmann haben die Abwehr wirklich richtig beschäftigt. Wenn man dann so frei zum Schuss kommt, dann kann oder vielleicht muss das 2:2 gleich nach der Halbzeit fallen. Vier Minuten vor dem dritten Gegentor ist Alessandro Vogt eigentlich schon vorbei, zunächst kreuzt ein Verteidiger seinen Weg. Danach hat er alle Möglichkeiten, um allein auf das Tor zuzugehen beziehungsweise den Verteidiger vor große Probleme zu stellen. Aber die Ballmitnahme war unsauber. Dadurch kommt der Wolfsburger Verteidiger wieder in den Zweikampf und wir nutzen diese Chance nicht. Viele Fehler haben wir nicht gemacht. In der Defensive beim 3:1 allerdings schon. Wir spielen dabei einen unsauberen Pass in der Spieleröffnung. Da hat Wolfsburg schon die Chance, nutzt sie aber nicht. Dann fällt das Gegentor, das auch noch abgefälscht war. Danach haben wir einen starken Thomas Dähne gesehen, der uns vor dem vierten Gegentreffer bewahrt hat. Es war für uns schwierig, in dieser Qualität nachzulegen, wie wir lange Zeit gespielt haben. Ich bin richtig enttäuscht. Ich bin sogar sauer, dass wir heute das Spiel verloren haben.“

Patrick Mainka:

„Es ist halt immer noch ein Momentum-Sport. Wir haben es nicht geschafft, unsere Chancen zu nutzen. In dem Moment, in dem wir dem VfL nach dem Ausgleich richtig wehtun können, hatten wir Chancen auf weitere Tore, und dann kann es ein ganz anderes Spiel werden. Aber wir kassieren kurz vor der Halbzeit das 2:1 und bringen den Gegner so wieder ins Spiel. Die Wolfsburger haben vielleicht anderthalb bis zwei Torchancen und machen daraus zwei Tore. Das ist dann der Unterschied, und das tut uns weh. Das Ergebnis ist wenig aussagekräftig dafür, wie das Spiel war. Es war ein wildes Spiel.“

Jonas Föhrenbach:

„Ich glaube, die erste Minute beschreibt das ganze Spiel ganz gut. Wir haben nach ein paar Sekunden eine Riesenchance auf die Führung und kassieren ein paar Sekunden später das erste Gegentor. Es gab richtig viele Chancen auf beiden Seiten. Sowohl in der ersten Minute als auch in der letzten Minute der ersten Halbzeit haben wir jeweils ein Gegentor kassiert. Ich glaube, schlechtere Zeitpunkte im Spiel gibt es nicht. Dazwischen waren wir in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Torchancen. Es war sehr, sehr ärgerlich, dass wir zweimal in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit macht es Wolfsburg dann gut. Nach dem dritten Gegentor machen wir viele Räume auf, die Wolfsburg gut ausspielt. Dann muss man sagen, dass sie natürlich die eine oder andere Torchance hatten, um noch höher zu gewinnen.“

Alessandro Vogt:

„Heute ging es eigentlich fast nur um den Kampf und darum, wer die direkten Duelle gewinnt und am Ende das Spiel entscheidet. Und das hat heute der VfL Wolfsburg geschafft. Wenn man die letzten Spiele anschaut, ist es vielleicht heute so ein bisschen dasselbe mit der Chancenverwertung. Vielleicht brauche ich ein bisschen Glück, damit mein Knoten platzt, und ich hoffe, dass es so schnell wie möglich der Fall ist. Heute war es leider wieder unglücklich für mich.“