Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Energie Cottbus haben wir die Stimmen von unserem Cheftrainer Frank Schmidt, Vize-Kapitän Jan Schöppner, Torschützen Oualid Mhamdi und von Mittelfeldspieler Christian Conteh für Euch eingefangen.
Frank Schmidt:
„Die ersten 20 Minuten gingen an Cottbus. Sie zeigten fußballerische Ruhe am Ball und spielten sich zwei, drei große Möglichkeiten mit tollen Ideen heraus. Thomas Dähne hat uns da vor dem Rückstand bewahrt. Dann sind wir, finde ich, wirklich besser ins Spiel gekommen. Wir hatten im Ansatz ein paar Möglichkeiten, vor allem nach dem Standard, als Patrick Mainka den Ball knapp am Tor vorbeiköpfte. Trotzdem geraten wir dann wieder in Rückstand, weil wir Tolcay Ciğerci im zentralen Mittelfeld komplett freilassen. Da war die Organisation in dem Moment nicht mehr so, wie sie hätte sein müssen. Er dribbelt nach innen und wir lassen den Pass auf die linke Seite zu. Da müssen wir den Raum schließen, weil wir im Zentrum eigentlich weiterhin gut besetzt waren. In der zweiten Halbzeit mussten wir etwas verändern. Das haben wir zum einen personell getan und zum anderen bei der Art und Weise, wie wir uns vorgenommen hatten, heute zu spielen. Ich glaube, wir sind heute knapp 30-mal über den Flügel gekommen. Das war in der vergangenen Trainingswoche ein großes Thema bei uns. Den Ausgleich haben wir früh durch eine einstudierte Eckballvariante von ‚Schnatti‘ und der Mannschaft erzielt. Was soll ich dazu sagen, was danach passiert ist: Torschusspanik. Das müssen wir schnellstens ablegen. Dann gewinnen wir auch wieder Spiele.“
Jan Schöppner:
„In der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder so viele Chancen herausgespielt wie zum Beispiel gegen Bielefeld oder Wolfsburg. Wir hatten so viele Umschaltsituationen, die wir eigentlich zu Ende gespielt haben – es musste nur noch das Tor fallen. Man kann sich gerade leider selbst nicht erklären, warum der Ball irgendwie nicht ins Tor gehen will. Wir hatten uns vorgenommen, direkt Druck zu machen und jedem Ball nachzugehen. Wir wollten viel über die Außen spielen und viele Flanken schlagen. Da muss man unseren Außenspielern ein Kompliment machen, denn sie haben das sehr gut gemacht. Was aktuell fehlt, ist die letzte Aktion. Aber ich bin zuversichtlich, dass das noch wird.“
Oualid Mhamdi:
„Das Einzige, was wir uns heute vorwerfen können, ist die erste Halbzeit. Die haben wir, glaube ich, mit der zweiten Hälfte schnell abgehakt. Die Energie, die wir in der zweiten Halbzeit hatten, war einfach sehr gut. Was wir uns vorgenommen hatten, haben wir umgesetzt. Aber das Tor hat leider gefehlt. Am Ende gibt es keine drei Punkte, das ärgert uns schon sehr.“
Christian Conteh:
„Wir hatten viele Chancen, die wir am Ende nicht genutzt haben. Es ist schwer zu sagen, warum es uns aktuell nicht gelingen will. Ich fand die erste Halbzeit ausgeglichen. Im zweiten Durchgang waren wir dann schon besser. Natürlich müssen wir den Ball am Ende über die Linie drücken. Jeder will Tore schießen und jeder gibt alles dafür. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist extrem schade!“