Mit der Erinnerungsstele an der Voith-Arena übernimmt der 1. FC Heidenheim 1846 Verantwortung für einen wichtigen Teil der Geschichte seines heutigen Vereinsgeländes und seiner unmittelbaren Umgebung. Gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt Heidenheim, dem Künstler und Kommunikationsdesigner Rainer Jooss, dem Fanprojekt Heidenheim und der Stadt Heidenheim ist ein Ort des Erinnerns und Nachdenkens entstanden. Die Stele soll künftig historische Verantwortung sichtbar machen und eine würdige Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen sein.
Zur Einweihung der Erinnerungsstele laden wir herzlich am Mittwoch, 19. August 2026, um 16:00 Uhr auf den Vorplatz der Voith-Arena (Zugangsbereich HellensteinEnergie Osttribüne, beim FCH Fan- und Ticketshop) ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Erinnerungsstele erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wo heute in der Voith-Arena Fußball gespielt, Gemeinschaft gelebt und Begegnungen geschaffen werden, befand sich zwischen 1934 und 1970 ein Areal, dessen Geschichte untrennbar mit den Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus und den Entwicklungen der unmittelbaren Nachkriegszeit verbunden ist. Neben der ehemaligen SA- und Polizeischule existierte hier unter anderem ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau, in dem Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände bis 1949 zeitweise zur Unterbringung sogenannter Displaced Persons genutzt. 1970 beschloss die Stadt Heidenheim den Bau eines Fußball- und Leichtathletikstadions auf dem Schlossberg. Das Albstadion entstand, das später zur heutigen Voith-Arena wurde.
Die Einweihung der Stele bildet zugleich den Auftakt eines neuen Vermittlungsangebots: Künftig werden Führungen über den Schlossberg und rund um die Voith-Arena angeboten, die die Geschichte dieses Geländes anschaulich und nachvollziehbar vermitteln sollen. So soll die Erinnerung an die Geschichte dieses Ortes lebendig bleiben und auch für kommende Generationen zugänglich sein.
Mit der Einweihung der Erinnerungsstele zeigen wir als FCH Haltung und setzen gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Demokratie.