Nach dem 4:3-Sieg am 1. Spieltag der neuen Zweitliga-Saison 2026/27 gegen den VfL Osnabrück haben wir die Stimmen von unserem Cheftrainer Frank Schmidt, unserem Kapitän Patrick Mainka und unseren Torschützen Budu Zivzivadze und Marcel Costly sowie Jan Schöppner für Euch eingefangen.
Frank Schmidt:
„Es war ein Spiel, das man vielleicht nicht unbedingt erwarten konnte. Am Ende sieben Tore: vier für uns, drei für Osnabrück. Die erste richtige Chance hatten die Osnabrücker, wo wir nach einem Standard in einen Konter laufen, den Frank Feller gut hält. Auch der Eckball war gefährlich. Dann haben wir einen Ballgewinn gehabt, schnell in die Spitze gespielt und nutzen unsere erste richtige Chance. Es wäre schön gewesen, früh mit 2:0 in Führung zu sein, knapp Abseits zählt halt nicht. Dann kommt es ähnlich wieder: Wir haben einen Standard, sind hinten in einer Eins-gegen-eins-Situation, klären den Ball zur Ecke und auf den zweiten Ball fressen wir dann das Tor. Das darf nicht so sein. Wir haben über das Thema Umschalten bei Osnabrück gesprochen. Dann gehen wir wieder in Führung und geben die Führung wieder her. Das darf uns hier zu Hause in dieser Form nicht passieren. Auf der anderen Seite muss man der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir schießen drei Tore in der ersten Halbzeit und nutzen selbst noch mal einen Eckball kurz vor der Halbzeit. Die zweite Halbzeit wollten wir anders spielen, schon aktiver, auch dominanter. Ich glaube, viele Daten waren in der ersten Halbzeit für uns. In der zweiten Halbzeit hat Osnabrück stark aufgeholt – Ballbesitz, Torchancen, Kilometer und so weiter. Da haben wir uns dann schwergetan. Das haben wir, glaube ich, auch gesehen. Das Spiel hat von der Intensität gelebt. Bei diesen Temperaturen war es mit Sicherheit nicht einfach auf dem Feld. Das hat man den Spielern dann angemerkt. Wir dachten dann, mit dem 4:2 ist der Deckel drauf. Kurz vor Schluss wieder ein Eckball. Kompliment an Marc Schnatterer, der sich da etwas überlegt hat und das gleich so funktioniert hat. Auf der anderen Seite kommt dann noch der Elfmeter, und wenn noch zwei, drei Minuten zu spielen sind, kann letztendlich immer alles passieren. Man musste lange warten auf den ersten Spieltag, sechs Wochen Vorbereitung, und dann willst du sehen: Wie weit sind wir jetzt? Obwohl ich mich im Spiel darüber aufgeregt habe, dass wir die Führungen in der ersten Halbzeit immer wieder hergegeben haben, freue ich mich jetzt fast schon darüber. Wir haben ein Spiel gewonnen und konnten ein paar Dinge zeigen, die wir bis nächste Woche gegen Hertha BSC Berlin schnell ablegen müssen. Wir können nicht jede Woche mutmaßlich vier Tore schießen, um Spiele zu gewinnen. Deswegen sind wir froh, dass wir am ersten Spieltag die ersten drei Punkte haben. Aber ich denke, nach dem ersten Spieltag kann man nicht davon sprechen, dass man schon richtig in der Saison drin ist. Das gilt für uns genauso wie für Osnabrück. Deswegen wollen wir jetzt auf den drei Punkten aufbauen.“
Patrick Mainka:
„Es gibt natürlich noch einiges zu verbessern, aber mehr als drei Punkte gab es nicht zu holen, und das haben wir geschafft. Das ist für den Start extrem wichtig. In der zweiten Liga ist jedes Spiel eng. Es war ein hartes Stück Arbeit, und wir haben die Osnabrücker mit kleinen Fehlern immer wieder ins Spiel geholt. Aber das Ergebnis tut uns erst einmal unfassbar gut. Wir haben in der ersten Halbzeit durch viele Ballverluste viele Konter hergegeben. Im Umschalten waren die Gegner heute brandgefährlich, und das Spiel wurde immer wieder sehr wild. Auch in der zweiten Halbzeit war es ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen noch unsere Balance finden, vor allem defensiv.“
Budu Zivzivadze:
„Für einen Stürmer ist es natürlich wichtig, Tore zu schießen, und für mich persönlich war es heute besonders wichtig: erstes Spiel, erstes Tor. Ich hoffe, dass ich so weitermachen und der Mannschaft weiterhin helfen kann. Aber noch wichtiger ist, dass wir gewonnen haben und mit drei Punkten gestartet sind. Es war ein schwieriges Spiel. Das erste Spiel der Saison ist immer etwas Besonderes und nicht einfach. Wir hatten heute einige Probleme und müssen uns in bestimmten Bereichen noch verbessern, vor allem in der Defensive. Drei Gegentore sind für uns definitiv zu viel und nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Jetzt müssen wir weiterarbeiten und uns verbessern. Ich hoffe, dass wir nächste Woche noch stärker auftreten werden."
Marcel Costly:
„Am glücklichsten bin ich darüber, dass wir die drei Punkte zu Hause gelassen haben und gut in die Saison gestartet sind. Grundsätzlich wussten wir natürlich, dass wir auf eine euphorisierte Mannschaft treffen, die aufgestiegen ist, Selbstvertrauen hat und sich direkt in der zweiten Liga zeigen möchte. Das hat man auch zu spüren bekommen. Das muss man ganz klar sagen. Der VfL hat einen guten Auswärtsauftritt hingelegt, gute Szenen gehabt und uns bis zur letzten Minute gefordert.“
Jan Schöppner:
„Es war ein sehr wildes Spiel. Ein Kompliment an unsere Offensive. Wir müssen aufpassen, nach einer Führung nicht direkt Gegentore zu kassieren. Aber ich bin sehr froh, dass wir das am Ende gewinnen konnten. Wir waren heute sehr gefordert, vor allem durch unsere eigenen Fehler, und das wurde auch direkt bestraft. Osnabrück hat das heute sehr gut gemacht und die Situationen ausgenutzt. Das Tor kurz vor der Halbzeit war für mich sehr wichtig und der richtige Zeitpunkt nach meinem Fehler vor dem Gegentor. Das gibt natürlich Selbstvertrauen für das weitere Spiel.“