„Es hilft nur ein Erfolgserlebnis!“

Profis
24.04.2026

Vor dem Heimspiel am Samstag (Anpfiff 15:30 Uhr, Voith-Arena) gegen den FC St. Pauli haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK außerdem in voller Länge im Video!

Frank Schmidt…

…zur personellen Situation:

„Personell sieht es so aus, dass Mikkel Kuafmann weiter ausfallen wird. Nick Rothweiler ist ebenfalls diese Woche raus, da er muskuläre Probleme hatte. Sirlord Conteh und Leart Paçarada fallen weiterhin aus, das ist ja klar. Dazu kommen noch Mathias Honsak und Eren Dinkçi, die beide angeschlagen sind. Da müssen wir mal schauen, wie es heute im Abschlusstraining aussieht. Yannik Wagner hat unter der Woche für die U19 gespielt und auch das Siegtor gemacht. Er bleibt diese Woche komplett bei der U19 und wird dort auch am Wochenende spielen.“

…über den kommenden Gegner FC St. Pauli:

„Eine Mannschaft, die in der Defensive sehr kompakt im 5-3-2 steht. Es handelt sich um eine Mannschaft, die – im Gegensatz zu den Gegnern, gegen die wir zuletzt gespielt haben – sehr viel Wert auf Kompaktheit in der eigenen Hälfte legt. Je nachdem, wie der Gegner aufbaut, sind sie sehr kompakt in der Defensive und versuchen dann, schnell umzuschalten. Das haben wir im Hinspiel gesehen. Beim 2:0 haben die St. Paulianer gezeigt, welche Qualitäten sie haben können. Eine Mannschaft, die variabel – gerade aus der zentralen Innenverteidigerposition der Dreierkette – das Spiel aufbaut. Egal, ob es Hauke Wahl oder Eric Smith sind, die immer wieder das Aufbauspiel betreiben. Ob Eric Smith morgen spielt, wissen wir noch nicht, das hätte natürlich Einfluss auf die Art und Weise, wie St. Pauli spielt. Dann könnte Hauke Wahl auf die rechte Seite rutschen, und sie wären im Aufbau noch einmal stärker. Sie haben zwei Spieler auf den Außenbahnen mit Manolis Saliakas und Arkadiusz Pyrka, die sehr viel Dynamik haben und immer wieder mit Tempo in die Offensive umschalten. St. Pauli tut sich aber schwer mit dem Toreschießen, ich denke, das ist bekannt. Aber sie haben eben auch deutlich weniger Gegentore als wir bekommen. Dann sieht man, dass man in der Endabrechnung den einen oder anderen Punkt mehr hat. Bei Standards lassen sie sich immer wieder etwas einfallen. Sie haben auch fünf, sechs Spieler um die 1,90 Meter, die wir bei Standards verteidigen müssen. Auch bei Einwürfen – mit Saliakas haben sie einen, der weit einwerfen kann – bringen sie viele hohe Bälle vorne rein. Auf der anderen Seite kann ich noch einmal sagen: Im letzten Heimspiel gegen Union haben wir unseren Fußball gespielt, wir waren sehr effektiv und haben unsere Chancen früh genutzt und auch die Leichtigkeit war da. Das werden wir morgen wieder versuchen.“

…über die Stimmung in der Mannschaft:

„Jeder kennt die Tabelle. Und trotzdem: Ich habe es ja gesagt, mit einer gewissen Leichtigkeit versuchen wir, das einfach auszublenden. Jeder, der diese Woche beim öffentlichen Training war, hat sich ein Bild davon machen können, dass die Stimmung trotzdem gut ist, dass nicht verkrampft trainiert wurde, sondern dass wir auch in unserer Situation Spaß im Training haben konnten. Ich denke, das ist wichtig – auch in der Vorbereitung auf das Spiel am Samstag. Das ist auch die Aufgabe des Trainerteams, das zu vermitteln. Und trotzdem ist klar: Es sind nur noch vier Spieltage. Ich habe es nach dem letzten Spiel gesagt, nach der Niederlage gegen Freiburg – jeder kann die Tabelle lesen und weiß, was das ab jetzt bedeutet. Ein Endspiel hätten wir uns natürlich anders gewünscht, um etwas zu erreichen. Jetzt müssen wir an diesem Spieltag etwas verhindern, das ist einfach so. Es hilft nur ein Erfolgserlebnis! Entsprechend müssen wir es hinbekommen, dass wir diese Situation und den Druck von uns fernhalten. Auf der anderen Seite die Leichtigkeit, die wir im letzten Heimspiel gegen Union Berlin gezeigt haben – auch zusammen mit unseren Fans, mit einer positiven Grundstimmung von Anfang an. Das hat die Mannschaft dann im Spiel mit einer sehr guten, konzentrierten und entschlossenen Leistung umgesetzt. Genau das müssen wir morgen wieder hinbekommen.“

…über die Bedeutung des Heimspiels gegen St. Pauli:

„Natürlich sprechen wir über die Situation, das ist ganz normal. Aber dahingehend ist es so, dass ich jeden versuche, bis in die Haarspitzen zu motivieren, ein gutes Spiel zu machen und es zu gewinnen. Es geht um positive Gedanken, darum, Risiko und Chance zu verstehen, sich aber am Ende an der Chance zu orientieren – jetzt für diesen Spieltag. Und zu sagen: Hier zu Hause holen wir uns die drei Punkte gegen St. Pauli!“

…über den Verletzungstand von Leart Paçarada:

„Nach einem Kreuzbandriss ist es normal, dass man ein paar Monate raus ist. Da wird man dann auch zum Einzelkämpfer. Das haben wir mit Leart besprochen. Wir hatten natürlich immer wieder zwischendurch Kontakt, aber in erster Linie hat er die Reha nicht hier bei uns gemacht, sondern in der Heimat. Er war jetzt nicht so häufig bei uns, sondern ist erst seit dieser Woche wieder da und trainiert mit unserem Athletiktrainer. Es sind jetzt noch drei Wochen, sodass nicht davon auszugehen ist, dass er in dieser Saison noch einmal zurückkehrt. Wichtig für ihn wird sein, dass er jetzt diesen Übergang in Richtung Vorbereitung optimal gestaltet. Daran arbeitet er gerade. Mit unserem Athletiktrainer Tobias Häußler machen wir uns selbst gerade ein Bild – mit dem Ziel, dass er dann in der Vorbereitung zu 100 Prozent da ist.“