Vor dem Heimspiel am morgigen Samstag (Anpfiff 15:30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim haben wir die Einschätzungen von Cheftrainer Frank Schmidt aus der Pressekonferenz für Euch zusammengefasst. HIER gibt’s die PK außerdem in voller Länge im Video!
Frank Schmidt…
…zur personellen Situation:
„Personell sieht es so aus, dass Sieri (Anm. d. Red.: Tim Siersleben), Ari und Nick krank waren und auf jeden Fall ausfallen werden. Auch Leo Stergiou wird ausfallen, der jetzt leider wiederholt einen kleinen Muskelfaserriss hat. Und ein Fragezeichen gibt es auch hinter Eren, der auch krank war, dem es aber besser geht. Sissi (Anm. d. Red.: Sirlord Conteh) hatte Kniebeschwerden und war leicht angeschlagen, aber er hat gestern schon wieder trainiert. Es könnte sein, dass es bei ihm auch reicht.“
…über die Einstellung und den Optimismus:
„Wir müssen zwei Dinge bewerten: Einmal müssen wir die Realität haben und einmal kennt jeder den Optimismus von uns. Wir sind in einer sehr schwierigen Situation, was die Tabelle betrifft. Tabelle sind Punkte und ist Abstand. Das kann man nicht wegdiskutieren. Nach 24 Spieltagen kann man es ablesen, welche Punkte wir geholt haben und wie die Aussichten sind. Soll ich sagen, es ist eine hervorragende Situation und jeder glaubt ungebrochen an den Klassenerhalt? Dann hätte ich gelogen. Ein Wunder reicht nicht, um die Klasse zu halten. Es müssen zwei sein. Ich glaube, dann versteht es jeder. Und den Optimismus, den lassen wir uns nicht nehmen. Das bedeutet: Es ist ein Spiel morgen gegen Hoffenheim und da müssen wir alles daransetzen, um zu gewinnen. Aber auf der anderen Seite wollten wir auch in Bremen alles daransetzen, um zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen. Man kann nicht wegdiskutieren, dass die Situation in Bremen keine einfache war, auch für die Mannschaft nicht. Die, die spielen, die haben es am schwersten. Es gibt ja Gründe, warum wir in der sportlichen Situation sind. Die sind klar, das reicht bis hierhin nicht. Das ändert aber nichts daran, dass wir morgen ein Spiel haben und auch mit der Einstellung, mit dem Bewusstsein reingehen wollen und auch müssen, das Bestmögliche zu versuchen und ein Spiel zu gewinnen. Da schließt das eine das andere nicht aus.“
…über die personelle Situation und den Einsatz von jungen Spielern:
„Ich stelle immer so auf, wer auch die Leistung im Training bringt und sich gegen Konkurrenten durchsetzt. Da müssen unsere jungen Spieler definitiv aufholen. Wenn du in so einer Situation in die Mannschaft willst, dann musst du ein Statement setzen im Training. Das habe ich auch gerade jetzt von den jungen Spielern in den letzten Wochen nicht gesehen. Aber das ist auch dahingehend nicht schlimm, weil für sie sind es ja auch die ersten Schritte im Profibereich. Dann müssen sie natürlich eindeutig im Training zeigen, dass sie besser sind. Wenn sie das sind, dann bekommen sie die Chance. Und wenn ich das nicht sehe, dann müssen sie weiter daran arbeiten, um sich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Und da wird sich jetzt auch nichts dran ändern!“
…über den kommenden Gegner TSG Hoffenheim:
„Sie sind momentan Dritter in der Tabelle, liegen auf Champions-League-Kurs und das hochverdient. Sie haben nahezu keinen Schwachpunkt in der Mannschaft, sie spielen einen tollen Fußball – vor allen Dingen sehr konstant, auch was die Aufstellungen betrifft. Sie sind stark im System. Das ist auch der Verdienst von Christian Ilzer als Trainer, aber natürlich allen anderen Verantwortlichen. Sie sind stark im Gegenpressing. Sie sind eine der fleißigsten und laufstärksten Mannschaften mit den meisten Sprints und mit intensiven Laufkilometern. Das ist eine top zusammengestellte Mannschaft, die aufeinander abgestimmt ist. Die meistens das Richtige macht, um erfolgreich zu sein. Und natürlich gibt es dann auch mal Spiele, in denen sie nicht punkten. Uns wird morgen wieder alles abverlangt werden.“
…über die Taktik:
„Natürlich fühlen wir uns wohl in einem Spiel, in dem ein Gegner möglichst wenig Kontrolle hat. Ja, das bedeutet dann umgekehrt, dass man in Zweikämpfe reinkommt, dass man die Eins-gegen-Eins-Duelle dann auch gewinnt. Dass man, wenn man Fehler macht, Fehler ausbügelt. Dass, wenn man dann auch mal drei Tore, wie gegen Stuttgart, bekommt, dass man es dann trotzdem schafft, drei Tore zu schießen. Man hat es ja dann auch gegen Stuttgart gesehen, dass dann alle unsere Zuschauer und Fans auch mal wieder glücklicher sind. Und es muss die Motivation für jeden Einzelnen von uns sein, das ähnlich hinzubekommen.“