„Bitter, aber müssen wir akzeptieren und den Blick nach vorne richten!“

Profis
19.04.2026

Nach der 1:2-Niederlage am 30. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 beim SC Freiburg haben wir die Stimmen von Cheftrainer Frank Schmidt, Mittelfeldspieler Jan Schöppner und von unserem Verteidiger Marnon Busch für Euch eingefangen.

Frank Schmidt: 

„Glückwunsch an Julian Schuster und seiner Mannschaft zu den drei Punkten. Aus unserer Sicht war es kein Spiel, das man verlieren muss. Eigentlich sind wir gut reingekommen. In den ersten Minuten haben wir uns entschieden, hoch zu attackieren und haben so auch dafür gesorgt, dass wir das Geschehen vom eigenen Tor weghalten konnten. In der Phase, in der wir erst einen Freistoß und dann zwei, drei Mal über den Flügel gekommen sind, kriegen wir dann das erste Gegentor. Wir laufen in den Konter, haben nicht gut nachgeschoben, der Ball wird abgefälscht – wie auch im letzten Auswärtsspiel in Gladbach. Ähnlich war es auch bei der Chance von Grifo, wo der Ball ans Lattenkreuz abgefälscht wird. In der Phase hatten wir ein bisschen Probleme, konnten uns dann vor der Halbzeit aber wieder etwas befreien und hatten dann noch zwei, drei gute Möglichkeiten. Bis zum Sechzehner sah das nicht so schlecht aus und trotzdem lagen wir hinten. Wir haben dann umgestellt und noch mal das Risiko erhöht, direkt mit Beginn der zweiten Halbzeit. Schon vor dem Ausgleich hatten wir zwei, drei gute Ansätze und Chancen. Dann machen wir das Tor, können den Ball gut halten und das Spiel verlagern. Budu Zivzivadze macht dann den Ausgleichstreffer. Was wir danach verpasst haben, ist ein weiteres Tor zu schießen. Ich glaube, man hat in der Phase gemerkt, dass die Freiburger damit zu kämpfen hatten – körperlich und auch im Kopf. Da hatten wir zwei gute Möglichkeiten: Einmal durch Niklas Dorsch, der den Ball beim Rückpass nicht trifft, und vor allem auch Stefan Schimmer, der gut freigespielt wird, den Ball aber in den Oberrang schießt. Da hätten wir das Spiel drehen können. Dann sieht man einfach: Freiburg bleibt ruhig, erobert den Ball von uns und macht dann durch einen abgefälschten Schuss das 2:1. Hinten raus hatten wir dann noch einmal eine gute Chance durch Stefan Schimmer, wo Freiburg mit letzter Kraft den Ball von der Linie kratzt. Für mich ein ausgeglichenes Spiel, aus dem wir etwas hätten mitnehmen können, vielleicht sogar müssen. Aus unserer Sicht war es auch ein Stück weit ein Spiegelbild der Saison. Insgesamt ein ordentliches Auswärtsspiel – so möchte ich es mal nennen. Am Ende wurden wir dafür nicht belohnt. Bitter, aber das müssen wir akzeptieren und den Blick nach vorne richten.“

Jan Schöppner:

„In den letzten drei Auswärtsspielen bekommen wir jedes Mal ein abgefälschtes Tor. Das ist brutal bitter und zieht einen dann irgendwo auch runter. Du machst eigentlich jedes Mal ein gutes Spiel, arbeitest dir Chancen heraus und verteidigst hinten vernünftig – wir bekommen immer einen Fuß dazwischen und der Ball liegt dennoch im Tor. Die Chance ist jetzt deutlich kleiner. Ich glaube, wir hätten heute unbedingt einen Dreier gebraucht. Jetzt wird es brutal schwierig. Jetzt haben wir erst mal ein direktes Duell am kommenden Wochenende zu Hause gegen den FC St. Pauli. Da müssen wir jetzt auf jeden Fall gewinnen. Dann muss man schauen, was noch geht.“

Marnon Busch: 

„Ich glaube, wir machen hier wieder ein richtig, richtig gutes Auswärtsspiel. Wir spielen hier auf Augenhöhe und gleichen verdient aus. Das erste Gegentor ist aus einem Konter entstanden. Beim zweiten Gegentreffer stehen wir tief hinten drin. Freiburg hat eine super Mannschaft, aber wir fälschen zweimal ab und der Ball geht jedes Mal ins eigene Tor. Wenn wir uns zurückerinnern an das Spiel gegen Gladbach, war es genau das Gleiche. Ich glaube, wenn man unten in der Tabelle steht, dann fängst du diese Dinger. Und wenn du oben steht, hast du vielleicht ein bisschen mehr Spielglück. So ist es jetzt und deshalb müssen wir damit leben. Die guten Leistungen aus den letzten Wochen wollen wir mitnehmen, in die letzten Spiele reingehen und dann einfach noch viermal alles raushauen. Dann schauen wir mal, was dann Sache ist.“