Der 1. FC Heidenheim 1846 ist in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Beim Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh II mussten sich die FCH Profis am Sonntagnachmittag im Oldenburger Marschwegstadion, auch in der Höhe absolut verdient, mit 2:5 (1:3) geschlagen geben.
Frank Schmidt stand dabei nicht an der Seitenlinie. Unser Cheftrainer musste ebenso wie Innenverteidiger Tim Siersleben noch eine Sperre aus der vergangenen Saison absitzen. Beide waren beim 0:1 gegen den HSV in der zweiten DFB-Pokalrunde vom Platz gestellt worden. Stattdessen nahm Frank Schmidt nun auf der Tribüne Platz.
Die erste große Strafraumszene der Partie in Oldenburg gehörte dem Außenseiter. Jeddeloh kombinierte sich auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort stand Pascal Steinwender völlig frei und kam zum Kopfball. Sein Aufsetzer prallte jedoch an den rechten Pfosten – Glück für den FCH.
Kurz darauf brachte Yannik Wagner unsere Heidenheimer in der 12. Minute mit 1:0 früh in Führung. Die Freude über den Treffer hielt jedoch nicht lange: Nur zwei Minuten später glich Kamer Krasniqi für die Gastgeber aus.
In der Folge verlor der FCH zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Ein Eigentor von Jan Schöppner brachte den Gastgeber in der 27. Minute erstmals in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Haris Hyseni mit einem spektakulären Distanzschuss auf 3:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kam der FCH zunächst mit mehr Schwung zurück in die Partie. Zuvor waren Paul Hennrich, Mathias Honsak und Budu Zivzivadze als frische Kräfte von der Bank gekommen. In der 58. Spielminute wurde dann ausgerechnet Zivzivadze von Siala im Strafraum zu Fall gebracht und holte damit einen Elfmeter heraus. Der Gefoulte trat selbst an, doch sein Versuch passte sinnbildlich zu diesem Pokalnachmittag: SSV-Keeper Onken parierte den schwach geschossenen Strafstoß.
Stattdessen sorgte erneut Hyseni für den nächsten Rückschlag. Nach einem Foul von Frank Feller an Tim Janßen entschied Schiedsrichter Jonah Besong auf Strafstoß, den Hyseni in der 70. Minute sicher verwandelte. Nur fünf Minuten später war die Pokalsensation endgültig: Janßen setzte sich nach einem schnellen Umschaltmoment gegen die Heidenheimer Defensive durch und erhöhte auf 5:1.
Der FCH versuchte anschließend noch einmal, Ergebniskorrektur zu betreiben. Mikkel Kaufmann traf in der 89. Minute zum 2:5, mehr war an diesem Nachmittag jedoch nicht mehr drin.
Damit ist die DFB-Pokalsaison für unseren 1. FC Heidenheim 1846 bereits nach der ersten Runde beendet. Für das Team von Cheftrainer Frank Schmidt geht es am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga weiter. Anpfiff in der Voith-Arena ist um 13:00 Uhr.
Statistiken:
SSV Jeddloh II: Onken – Gramberg, Siala, von Aschwege – Janßen (76. Marcinek), Taguchi, Krolikowski, Steinwender (84. Bothe), Kanowski (66. Brinkmann), Krasniqi – Hyseni (76. Ifeadigo)
FCH: Feller – Busch, Mainka, Kölle (46. Hennrich), Mhamdi (60. Kaufmann) – Schöppner, Niehues, Costly, Wagner (46. Honsak) – Pieringer (71. Kerber), Breunig (46. Zivzivadze)
Tore: 0:1 Wagner (12.), 1:1 Krasniqi (14.), 2:1 Schöppner (Eigentor, 27.), 3:1 Hyseni (29.), 4:1 Hyseni (Elfmeter, 70.), 5:1 Janßen (72.), 5:2 Kaufmann (89.)
Gelbe Karten: Marcinek (83.) / Wagner (18.), Schöppner (75.)
Schiedsrichter: Jonah Besong (Duisburg)
Zuschauer: 4.500 (Marschweg-Stadion)